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Walnussveredlungen 2017

Geissfussveredlung vom 13. Mai 2017, Fotos vom 18. Juli 2017

Fernor, veredelt am 13. 05. 2017 mit Geissfuss auf J. nigra, Veredlungsstelle 1,8 m über Boden. Mit Plastikband verbunden, mit Phytopast G verstrichen. Edelreiserrute im Winter geschnitten und im Kühlschrank aufbewahrt. Die Reiserrute hatte bei der Veredlung schon braune Fäden im Holz, Zeichen der Oxydation und von beginnenden Lagerschäden. Die Unterlage wurde angebohrt. Im Winter hatte ich die Geissfussveredlung geübt. Der Trieb aus dem  Edelreis war am 18.07.2017 70 cm lang und kräftig.

Die Geissfussveredlung um Mitte Mai herum scheinen die nachfolgenden, kalten Nächte um 10 °C herum besser zu ertragen als die Veredlungen mit andern Techniken.

 

 

 

Walnussveredlungen 2016

Ich habe die Veredlungssaison 2016 schon Ende November 2015 begonnen. Da mir Vivian Böllersen von Berlin schon Ende November 2015 Edelreiser verschiedener Sorten aus der Region von Magdeburg mitgebrachte hatte, habe ich sofort veredelt. Cerney hatte 1965 geschrieben, dass die Kallusbildung von Walnussbäumen im Wärmeschrank  schon kurz nach dem Blattfall stattfindet. Nach der dreiwöchigen Kallusbildung bei ca. 26 °C kann man die Veredlungen in einem frostfreien Keller einschlagen und dann im Mai direkt in den Garten auspflanzen. In Anlehnung an diese Angaben habe ich am 29./30. Nov. 2015 ca. 50 Unterlagen mit 10 verschiedenen Sorten und verschiedenen Techniken veredelt. Nach drei Wochen im selbst gebastelten Wärmeschrank bei 30 °C hatte sich bei ca. 30 Unterlagen Kallus gebildet. Zwei Drittel der Veredlungen mit erfolgreicher Kallusbildung habe ich in feuchtes Sägemehl gesteckt und in den kühlen Keller gestellt und werde diese, wenn alles normal verläuft, im Mai in den Garten pflanzen. Sieben Veredlungen mit erfolgreicher Kallusbildung, bei denen die Knospen an den Edelreisern prall waren, habe ich in Töpfe umgepflanzt und diese in die Stube gestellt. Für drei dieser Veredlungen der Sorte Proslavski mit den Laufnummern  12, 13 und 14 beschreibe ich nachstehend das Vorgehen im Detail:

Die Edelreiser der buglarischen Sorte Proslavski wurden am 19. November 2015 bei Walter Böhner in der Umgebung von Magdeburg von einem ca 30 jährigen Ertrags-Baum geschnitten. Der Baum wurde nie geschnitten, die diesjährigen Edelreiserruten waren deshalb nur kurz mit relativ dickem Mark also nicht so optimal wie Reiserruten von Reiser-Mutterbäumen. In diesem Fall versucht’s man einfach mit dem, was man zur Verfügung hat.  Die Ruten wurden nach dem Schnitt in feuchtes Papier eingeschlagen, in einen Platiksack gesteckt und etikettiert. Sie lagen dann während des Transportes eine Woche im Auto (auch nicht optimale aber akzeptable Bedingungen).  Nach der Ankunft der Reiser am 26.11.2015 habe ich diese sofort in den Kühlschrank bei 4°C gelegt bis zur Veredlung vom 29.11.2015. Da ich keine vorgetriebenen Unterlagen zur Hand hatte, habe ich solche im Garten ausgegraben, unmittelbar vor der Veredlung (vorgetriebene Unterlagen wären besser gewesen). Ich habe die Wurzeln eingekürzt (positive Wirkung auf die Juglonproblematik), und die Veredlungsstelle unter fliessendem Wasser sauber gewaschen. Bei der Auswahl der Veredlungsstelle suche ich ein Internodium, das gerade und mehrere cm lang ist und der Dicke des zur Verfügung stehenden Edelreises entspricht. Bei der Veredlung habe ich hygienisch sauber gearbeiet aber keine Fungizide benützt. Die Veredlungsstelle befindet sich also am Wurzelhals (null cm über dem Boden) bis  50 cm über dem Boden. Nach der Kallusbildung habe ich die drei Prosavski-Verdlungen Nr 12, 13 und 14 am 20. Dezember 2015 in den einen Topf mit Erde gepflanzt und diesen in die Stube bei 20 °C gestellt. In den folgenden Wochen haben die Edelreiser Blätter gebildet. Am 15. Januar 2016 also ca. 6 Wochen nach den Veredlungen habe ich diese fotografiert.

 

Kopulation von Proslavski vom 29. 11. 2015 auf J. regia, Nr 12, Foto vom 15.1.2016

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Bild links: Austrieb von Blättern aus dem Edelreis. Erwähnenswert: das Edelreis stammt vom  apikalen Teil der Reiserute !

Bild rechts: Detail der Veredlungsstelle. Unterlage und Edelreis sind perfekt miteinander verwachsen. Auf der ganzen Länge der Kopulationsschnitte ist Kallus gebildet; sehr saubere Narbe. Unterlage und Edelreis wurden bei der Veredlung nur mit einem dehnbaren PE-band verbunden, ohne Wachs.

 

Kopulation von Proslavski vom 29. 11. 2015 auf J. regia, Nr 12, Foto vom 15.1.2016

 

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Bild links: die Unterlage (in der Mitte des Bildes) wurde an beiden Trieben veredelt. Nur die Veredlung am rechten, höheren Trieb war erfolgreich.

Bild rechts: als Edelreis wurde ein vorletztjähriger!! (2014) Trieb verwendet, an dessen
Ende ein ca. 2 cm kurzer diesjähriger (2015) Trieb mit kleinen Knopfaugen stand. Aus diesen Knopfaugen spriessen Blätter und Knospen. In diesem Fall wurde die Veredlungsstelle mit Plastikschnur verbunden und mit Parafinwachs abgedichtet.

 

 

 

 

Veredlung von Proslavski vom 29. 11. 2015 auf J. regia durch Einkeilen, Nr 14, Foto vom 15.1.2016

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Bild links: Zwei Veredlungen durch Einkeilen an der gleichen Unterlage auf verschiedenen Höhen. Die obere Veredlung ist erfolgreich, die untere ist misslungen. Bei der oberen wurde eine Endtrieb der Rute als Edelreis verwendet.

Bild rechts: obere, erfolgreiche Veredlung im Detail. Die Veredlungsstelle wurde mit Paraffinwachs abgedichtet und mit Platikband mechanisch gesichert.

 

Wenn alles normal verläuft, bleiben die drei Proslavski-Veredlungen im Topf in der Stube oder in einem andern Raum und werden Ende Mai in den Garten gepflanzt. In zwei oder drei Jahren sollte ich von den jungen Veredlungen gute Reiserruten schneiden können und in vier bis fünf Jahren die ersen Nüsse sehen.

Verschiedene Bedingungen waren nicht optimal wie die Qualität der Edelreiser, die Transportbedingungen und das Nichtvortreiben der Unterlagen. Trotzdem waren mehrere Veredlungen erfolgreich. Also immer probieren!

 

Cadillac-Veredlung von Scharsch vom 29.11.2015 auf J. regia, Foto vom 15.1.2016

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Walnuss-Veredlung im Freiland vom 22. Juni 2016 mit Kopulation

Speziell an dieser Veredlung ist die Verwendung eines Edelreises einer letztjährigen Rute, die unmittelbar vor der Veredlung geschnitten wurde.

Veredelte Edelsorte: Franquette, Reiserrute geschnitten von 10-jährigem Baum.

Gewinnung der Reiserrute: Die Reiserrute wird unmittelbar vor der Veredlung geschnitten. Beim Schneiden der  Rute ist es wichtig, den oberen, beblätterten Teil der Rute sofort wegzuschneiden, um die Austrocknung des basalen Teils der Rute mit den ruhenden Knospen zu verhindern.

Edelreis:  stammt vom basalen Teil der Rute, wo es noch ruhende Knospen hat.

Unterlage: letztjähriger Trieb des Hybriden MJ209, veredelt auf ca. 1.2m Höhe, 1 cm dick an der Veredlungsstelle, beblättert unterhalb der Veredlungsstelle.

Verband: Borrull-Band aus dehnbarem PE (Polyäthylen 2 x 40 cm). (Kein Wachs verwendet)

Veredlungszeitpunkt: 22. Juni 2016 bei einer Tagestemperatur von 30 °C. Trotz den drei Nächten vom 26., 27. und 28. Juni mit tiefen Temperaturen von 8 -9 °C war die Veredlung erfolgreich !

Knopenaustrieb: am 21. Juli

Foto: 22. Juli 2016, also einen Monat nach der Veredlung

Walnussveredlungen 2015

P1080920StuHei plattenokuliert am 3.7.2015, Foto vom 24.7.2015

Veredlung: 3.7.2015. Rückschnitt der Unterlage: 10.7.2015. Austrieb der Knopse an der Platte und Schnitt der Unterlage unmittelbar oberhalb der Platte: 23.7.2015. Foto: 24.7.2015.

StuHei ist die Sortenbezeichnung und steht für Studer Heitenried. Es handelt sich um eine interessante Freiburger Nusssorte mit 90 Bewertungspunkten nach WalWal. (Kerngewicht 5 g; prozentualer Kernanteil 40 %). Die letztjährige Reiserrute wurde unmittelbar vor der Veredlung geschnitten. Die Platte mit der ruhenden Knospe wurde wie üblich am basalen Teil der Rute entnommen. Der Juli 2015 war ausserordentlich heiss, trocken und ohne Regen.

 

 

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 Aubonne-Hybride, plattenokuliert am 13.6.2015 auf MJ209, Foto vom 6.7.2015

Das Edeltreis stammt vom Hybrid-Nussbaum, der im Arboretum in Aubonne steht. Der Baum mit einer riesigen Krone ist ca. 45 Jahre alt und hat schon ca 1 m BHD. Er ist ein Sämling des Hybridnussbaumes in Meinier GE, also ein F2-Hybrid, was nicht alltäglich ist. Seine Blätter gleichen sehr stark denjenigen von J. regia. Seine Nüsse (F3-Gegeration) haben das typische Aussehen von Hybridnüssen. Die Edelreiser wurden am 13. 6. 2015 geschnitten und noch am gleichen Tag veredelt. Eine Woche nach der Veredlung wurde der Apikaltrieb eingekürzt und drei Wochen nach der Veredlung die Unterlage unmittelbar oberhalb der Platte weggeschnitten. Auf derselben Unterlage hatte ich zwei Platten eingesetzt.  Das obige Bild stammt von der unteren Platte, das unten stehende Bild von der oberen Platte. An den Platten habe ich kleine „Holzschildchen“ (auch Holznocken genannt) mitgeschnitten, wie das KJ. Maurer 1952 empfohlen hatte. Drei Wochen nach der Veredlung habe ich die obere Platte abgeschnitten und davon den nachstehenden Radialschnitt erstellt und fotografiert.

 P1080798-001Radialschnitt durch angewachsene Platte, drei Wochen nach der  Veredlung

Die feine waagrechte Linie in der Mitte des Bildes zeigt die Position an, wo der Schnitt unter der Platte geführt worden war, um das Holzschildchen mitzuschneiden. Das Holzschildchen zeigt sich auf dem Bild in Form eines „flachen Hügels“, das die gleiche graue Farbe hat wie das unter der Linie liegende Holz der Unterlage. Auf der linken Seite ist die Linie mit dunklerem Wundgewebe umgeben. Am oberen Einschnitt der Platte schiebt sich helles Kambium von der Unterlage her unter die Platte.

 

 

 

Freiland-Veredlung vom 30. Mai 2015 von AlWal auf J. regia mit der Couronne-Technik, Foto vom 30. Juni 2015

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Zwei Element sind bei dieser Veredlung vom 30.Mai 2015 bemerkenswert:

1. Lange Aufbewahrung der wintergeschnittenen Reiserruten bis Ende Mai. Die Reiserrute der Sorte AlWal wurde am 4. März geschnitten und in frischem, leicht feuchtem Fichtensägemehl in einem Plastiksack im Kühlschrank bei 2° bis 4 °C bis zur Veredlung aufbewahrt; offensichtlich mit Erfolg.

2. Rascher Austrieb. Die Knospen des Edelreises haben schon drei Wochen nach der Veredlung begonnen auszutreiben. Bereits am 30. Juni, dh. nur einen Monat nach der Verdlung, waren die neuen Triebe bereits 10 cm lang.  Wenn alles gut geht, werden die Triebe bis im Oktober 50 bis 100 cm lang und  gut verholzt sein.

 

Von den ca. 100 erfolgreichen Indoorveredlungen sind Mitte Juni ein Drittel ins Freiland gesetzt. Die Hälfte der erfolgreichen Veredlungen sind solche mit der Sorte AlWal, meiner besten Sorte; die andere Hälfte ist mit weiteren 15 Sorten veredelt.

Die ersten Freilandveredlungen von Ende April sind trotz dem Wärmeschutz mit Sägemehlmanschetten misslungen. Von den Veredlungen vom 11. Mai sind etwa die Hälfte erfolgreich, obwohl wir zwischen dem 15. und dem 25. Mai an fünf Nächten nur Temperaturen zwischen 4 und 6 °C hatten. Nachfolgend ist eine erfolgreiche Couronne-Veredlung vom 11. Mai näher beschrieben.

P1080688-001Couronne-Veredlung im Freiland vom 11. Mai 2015 auf zwei-jähriger J. regia Unterlage (Sämling), verbunden mit Plastikband, verstrichen mit Phythopast G, 30 cm über Boden, Unterlage angebohrt. Edelreiserruten am 4.3.2015 geschnitten, in leicht feuchtem Rottannen-Sägemehl und Plastiksack eingepackt und im Kühlschrank bei 4 °C aufbewahrt. Erstaunlich ist, dass etwa die Hälfte der Veredlungen erfolgreich war, obwohl zwischen dem 15. und dem 25. Mai die  Nachttemperaturen fünfmal auf  4° – 6°C absank! Foto vom 21. Juni 2015. Der junge Trieb aus dem Edelreis ist ca. 10 cm lang und wird bald eine Stütze brauchen.

 

 

Walnussveredlungen 2014

Die Indoor-Veredlungen sind abgeschlossen und in den Garten gepflanzt. Es sind jetzt dort ca 80 erfolgreiche Veredlungen (ca. 15 Sorten).  Im Mai hat die Freilandveredlung begonnen. Auftakt machte eine Plattenokulation auf treibendes Auge vom 1. Mai 2014, allerdings noch mit drinnen im Topf angetriebenen UL und der Kallusbildung bei Zimmertemperatur.

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Geschichte dieser Plattenokulation auf treibendes Auge vom 1. Mai 2014, Fernor auf MJ209, Foto am 6.6.2014

Dez. 2013:

Zweijahrige Hybrid-Unterlagen MJ209 im Garten ausgegraben, eingetopft und bis zur Veredlung im Keller stehengelassen bei 10 – 12 °C.

1. Mai 2014:

a) Schneiden der letztjährigen Edelreiserruten von einem jungen Fernorbaum (im Saft)

b) Plattenokulation auf UL, deren Knopsen seit Mitte April begonnen haben auszutreiben  und die knapp im Saft sind. Fenster auf letztjährigem Holz. Die Platten mit ruhenden Knospen stammen vom basalen Teil der Edelreiserrute. Festbinden der Platte mit Chipband

c) Aufstellen des Topfes mit den Veredlungen in Raum bei 20 °C zur Kallusbildung

6. Mai  2014:

Rückschnitt der Unterlage ca. 15 cm oberhalb der Veredlungsstelle, so dass oberhalb  der Veredlungsstelle noch ein paar Blätter stehen bleiben (Unterdrückung der Apikaldominanz)

20. Mai 2014:

a) Wegschneiden der UL unmittelbar ( 5 -10 mm) oberhalb der Veredlungsstelle

b) Topf in Treibhaus gestellt. Wegschneiden der Wasserschosse an der UL

28. Mai 2014:

Wegnahme des Chipbandes. An allen vier Seiten der Platte ist Kallus gebildet.

30. Mai 2014:

Knospe der Platte treibt aus. Topf ins Freie gestellt.

6. Juni 2014:

Der Trieb hat ca. 4 cm erreicht, ist rötlich und wächst zügig weiter.  Foto. Die Veredlung wird in den nächsten Tagen ins Freiland gesetzt.  In vier Jahren gibt es Fernornüsse.

 

 

Walnussveredlungen 2013

 


Plattenokulationen auf treibendes Auge vom 14. Juni 2013 auf MJ209

Veredlungen vom 14. Juni 2013, Lara auf MJ209, Foto vom 14. August 2013, also genau zwei Monate nach der Veredlung. Die letztjährigen Reiserruten für Platten wurden unmittelbar vor der Veredlung geschnitten. Mit den Plattenokulationen auf treibendes Auge im Juni habe ich die besten Erfolge im Freiland auf 650 m.ü.M.

 

Couronne-Veredlungen im Mai und Juni 2013

Zwischen den 7. Mai und dem 5. Juni 2013 habe ich im Wald ca. 60 Nussbäume auf verschiedener Höhe über dem Boden ( zwischen 20 und 300 cm) veredelt. Unterlagen sind hauptsächlich J. regia und einige J. nigra, die zwischen 2 und 15 Jahre alt sind, die zu dicht gesetzt worden waren, also überzählig sind  oder die zu krumm sind für die Holzproduktion. Die Durchmesser der  Unterlagen sind an der Veredlungsstelle zwischen 2 und 10 cm. Die Edelreiser wurden im Winter geschnitten und draussen im Sandeinschlag aufbewahrt. Der  Mai 2013 war speziell nass und kalt. Das Mittel der Tagestiefssttemperaturen lag bei ca 6 °C. Die erste Hälfte des Juni war dann schön und heiss. Verwendung von Universalband und Lac Balsam. Loch an der Unterlage gebohrt nach dem Trick von Alain Dupard.  Veredlungen im Freiland ohne besondere Wärmeschutzmassnahmen.

Anlässlich der Kontrolle vom 19. Juni habe ich festgestellt, dass ca. 40 Veredlungen erfolgreich sind.  Nachstehend vier Fotos von erfolgreichen Veredlungen.

Couronne-Veredlung vom 5. Juni 2013. Edelsorte JacVil. Besonderheit: Hauptknospe und Ersatzknopse haben schon ausgetrieben.

Couronne-Veredlung vom 14. Mai 2013

Couronne-Veredlung vom 4. Juni 2013.  Besonderheit: Unterlage und Edelreis sind in etwa gleich dick.

Kopulation mit Gegenzunge der Sorte KlöSZ auf J. nigra

Veredlung vom 18.3.2013 auf Tisch. Edelreiser am 17.3.2013 geschnitten, also einen Tag vor der Veredlung. Unterlagen sind J.nigra, unmittelbar vor der Veredlung ausgegraben, also nicht im Saft. Wurzeln der Unterlagen leicht gekappt und Veredlungsstelle mit handwarmem Wasser gewaschen wie üblich. An der Veredlungstelle waren die Reiser und die Unterlagen zwischen 1,2 und 1,5 cm dick. Bei der Veredlung habe ich die Qualität der Unterlagen und der Reiser als optimal beurteilt. Technik: Kopulation mit Gegenzunge, Veredlung mit Universalband verbunden und mit Stählerwachs abgedichtet. Veredlungen in einen Sack mit feuchtem Sägemehl gepackt und in Wärmeschrank gestellt bei 30 °C für drei Wochen zur Kallusbildung. Am 3.4.2013 Veredlungen aus dem Wärmeschrank genommen, in Topf gesetzt und in Raum mit ca. 20°C gestellt. Foto vom 6.4.2013 also 20 Tage nach der Veredlung. Erfolgsbeurteilung nach drei Wochen: bei 3 der 6 Veredlungen haben die Reiser Triebe zwischen 2 und 5 cm gemacht, bei 2 Veredlungen sind die Knospen der Reiser grün und prall, also noch Erfolg versprechend, bei der 6. V habe ich die Triebe beim Umtopfen abgebrochen. Ich hoffe, dass die Ersatzknopsen austreiben.

geöffnete Nuss der Sorte KlöSZ

KlöSZ ist die beste Walnuss-Sorte der Schweiz, die ich kenne.  5 getrocknete Nüssen der Ernte 2011 ergaben folgende Mittelwerte: Nussgewicht: 22 g, Kerngewicht: 8,7 g, Höhe: 55 mm, Dicken: 40 und 46 mm,  Kernanteil:  40 %. Bei keiner andern Nussorte habe ich grössere Kerngewichte gefunden. Die Schalen sind eher dünn, die Kerne sind  hell und haben ein gutes Aroma. Bei einigen Nüssen ist die Naht schwach verwachsen. Ich habe vorgesehen, ein grösserer Anzahl Unterlagen mit dieser Sorte zu veredeln, die Bäume aufzuziehen und dann zu verkaufen.


Kopulatiom mit Gegenzunge der Sorte GalmWa auf J.nigra

Reiser der Sorte GalmWa einige Stunden vor der Veredlung geschnitten.  GalmWa ist eine interessante Freiburger Sorte von einem Sämling. Der noch junge etwa 10- jährige Baum ist sehr kräftig und hat im Herbst 2012 zum ersten Mal zwei Dutzend Nüsse getragen. Foto und Beschreibung der Nüsse vgl.unten.  Unterlage ist eine einjährige leicht vorgetriebene J. nigra. Veredlungsstelle vor der Veredlung mit lauwarmem Wasser gereinigt wie üblich. Veredlung am 5.3.2013, Foto vom 1.4.2013, also 4 Wochen nach der Veredlung. Veredlung mit Universalband verbunden und mit Phytopast G abgedichtet. Topf mit übergestülptem Plasticksack zur Kallusbildung während  drei Wochen in der Stube gehalten bei ca. 20 °C. Bemerkenswert sind die roten dekorativen jungen Blätter.

Nüsse der FreiburgerSorte GalmWa

Höhe von 6 Nüssen: 49 mm; Dicke: 35 mm. Mittleres Gewicht der 6 getrockneten Nüsse: 13 g. Kerngewicht einer Nuss: ca. 6 g,  also ungefährer Kernanteil: 46 %. Die Nüsse haben eine gesunde robuste Schale mit gutem Nahtverschluss, eignen sich also gut zum Aufbewahren. Die Kerne sind hell mit gutem Aroma.

 


 

 

 

 


 

Walnussveredlungen 2012

Walnussveredlungen vom 30.1.2012 mit der eigens entwickelten Stuben-Veredlungs-Technik; Foto 19 Tage nach der Veredlung

Walnuss-Veredlung vom 12. Januar 2012 der Sorte WalWal mit der Chip budding-Technik, Foto vom 13. März 2012

chipChip budding-Veredlung von 7.4.2012,  Lara auf NG23, Foto 29.4.2012, also 22 Tage nach Veredlung

 

Plattenokulation Walnuss vom 27. Juli 2012 auf schlafendes Auge

Edelsorte: WalWal /  Platte von diesjährigem Trieb, geschnitten unmittelbar vor der Veredlung, ohne Blattstummel /  Unterlage: MJ209, Veredlung auf letztjähigem Holz / Foto vom 29. August 2012, also genau einen Monat nach der Veredlung. Kallus ist schön gebildet. Platte und Knospe sind in gutem, Erfolg versprechendem Zustand.

 

chip auf schlafendes Auge

Walnussveredlung mit chip budding auf schlafendes Auge

Veredlung vom 24. August 2012, Foto vom 21. September 2012, Lara auf regia. Der Chip, der von einem diesjährigen Trieb kommt, habe ich unmittelbar vor der Veredlung geschnitten. Die Unterlage ist auch ein diesjähriger Trieb. Wenn alles gut geht, sollten die Knospen des Chips im nächsten Frühling austreiben.

Walnussveredlungen 2011

Franquette auf Juglans cinerea (Butternuss) veredelt mit Couronnetechnik am 24. April 2011, Foto am 10. Juni 2011



Plattenokulation im Wald vom 30. Juli 2010,  Franquette auf regia, 2 Platten ( auf  3 m und auf 2,7 m über Boden), Mai 2011 Haupttrieb 1/2 cm über der oberen Platte abgeschnitten (4 cm Durchmesser) . Foto 9.6.2011 der oberen Platte. Bemerkenswert ist, dass nicht die Hauptknospe ausgetrieben hat, diese ist wahrscheinlich anfangs Mai erfroren, sondern die Ersatzknospe.

Weibliche Blüten von Butternuss, in meinem Wald, Foto; 13.Mai 2011

 

Foto 21.6.2011 also genau einen Monat nach der Veredlung

Franquette, plattenokuliert am 5.7.11 Foto am 8.8.11 also einen Monat nach der VeredlungFranquette, plattenokuliert am 5.7.11, Foto am 8.8.11 also gut einen Monat nach der Veredlung

Plattenokulation wie oben: sieben Wochen nach der Veredlung ist der neue Trieb 35 cm lang